Absender: Stadt Braunschweig, Dezernat V 40 Fachbereich Schule 15.01.2021

Sachverhalt:
1. Mobile Endgeräte
Die Braunschweiger Schulen wurden bereits in den letzten Jahren über den Medienentwicklungsplan mit insgesamt ca. 3.000 mobilen Endgeräten ausgestattet, die für den Präsenzunterricht gedacht waren, aber im Bedarfsfall an die Schülerinnen und Schüler verliehen werden können. Über das Projekt „Hey Alter“ wurden im letzten Jahr 800 Geräte direkt in den
Besitz der Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien gegeben. Im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms des Bundes und der Länder“ (Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung des Sofortausstattungsprogramms des Bundes und der Länder für digital gestützten Unterricht -Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt
Schule 2019-2024 - RdErl. d. MK v. 10.07.2020, Az. 54.80263) haben die Schulen einen Bedarf von ca. 2.200 Geräten für den Verleih an Schülerinnen und Schüler gemeldet. Dieser Bedarf wurde von der Verwaltung vollständig über das Sofortausstattungsprogramm beantragt und vom Land bewilligt. Mit dem Bewilligungsbescheid vom 07.09.2020 hat die Stadt
Braunschweig insgesamt 1.411.425 € Fördermittel für die Ausstattung der benachteiligten Schülerinnen und Schüler zugesagt bekommen. Die Genehmigung für die außerplanmäßige Ausgabe wurde mit Ratsbeschluss vom 29.09.2020 erteilt (DS 20-14050-02).

Die Stadtverwaltung ist bei der Beschaffung der Geräte an das Vergaberecht gebunden. Die entsprechenden Ausschreibungen sind zum Teil langwierig. Je nach Medienkonzept der Schule sind unterschiedliche Geräte erforderlich (Notebooks, iPads, Android-Tablets und Convertibles). Die ca. 300 Convertibles befinden sich zurzeit noch in der Ausschreibung. Ca. 1900 der Geräte sind ausgeliefert oder in der Auslieferung. An den Braunschweiger Schulen sind bereits ca. 800 Geräte angekommen, ca. 600 Geräte sind in der Stadtverwaltung angekommen, werden gerade konfiguriert und anschließend an die Schulen gegeben. Aufgrund der hohen Nachfrage nach mobilen Endgeräten kommt es zurzeit bei der Ausliefe-
rung durch die Hersteller zu Verzögerungen. Ca. 500 Geräte sind deshalb noch auf dem Weg nach Braunschweig. Insgesamt sind die Schulen für den Distanzunterricht der kommenden Wochen ausreichend mit digitalen Endgeräten zum Verleih an ihre Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Zudem konnten über das Programm die technische Ausstattung für die
Erstellung professioneller Online-Lehrangebote (z. B. Aufnahmetechnik, Konferenztechnik etc.) beschafft werden. Von den insgesamt ca. 1.000 von den Schulen dafür angeforderten Geräten bzw. Zubehörteilen sind ca. 800 bereits in den Schulen angekommen. Der Rest befindet sich in der Auslieferung.

Das Land hat darüber hinaus angefragt, ob weitere Mittel benötigt werden, da andere Schulträger nicht alle Fördermittel in Anspruch genommen haben. Die Stadt Braunschweig hat daher am 14.10.2020 einen Antrag auf Mehrbedarf i. H. von 96.000 € gestellt. Mit dem Änderungsbescheid vom 23.12.2020 wurde die Gesamtfördersumme auf 1.494.367,61 € festgesetzt (Zusatzmittel i. H. v. 82.942,61 € wurden seitens des Landes bewilligt). Die zusätzlichen Mittel werden für die Beschaffung von Video-und Audiokonferenzsysteme und Zubehör für iPads verwendet. Die Umsetzung der Gesamtmittel muss bis einschließlich 31.03.2021 erfolgt und abgerechnet sein.

2. Häusliche Internetanschlüsse und Lernräume
Ein funktionierendes Homelearning bedarf neben der entsprechenden Ausstattung mit mobilen Endgeräten auch einen häuslichen Internetanschluss sowie ein Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche, dessen häusliches Umfeld nur eingeschränkte Unterstützungsmöglichkeiten oder eine nicht optimale Lernumgebung bietet. Der „Runde Tisch Bildung und Corona“, der durch das Bildungsbüro initiiert wurde und aus Mitarbeitenden des Fachbereichs Schule, Stabsstelle Bildungsbüro, des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie sowie dem Sozialreferat und dem Büro für Migrationsfragen besteht, identifizierte das Thema Unterstützung des Distanzunterrichts für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien als ein prioritäres
Handlungsfeld.

Vor diesem Hintergrund wird der Schulmittelfonds für die Finanzierung von LTE-Routern in Verbindung mit einem kostengünstigen Flatrate-Tarif geöffnet, um Kindern und Jugendlichen, die nicht über einen häuslichen Internetanschluss verfügen, eine Anbindung für schulische Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Die Schulen können – um eine schnelle und bedarfsgerechte Abwicklung zu ermöglichen – die Verträge über die kostengünstigen Flatrate-Tarife selbst abschließen (monatlich kündbar) und können auch die LTE-Router selbst beschaffen. Ein entsprechendes Rundschreiben an die Schulen inkl. Informationsmaterial ist in Vorbereitung. Sofern erforderlich erfolgt eine Hil
festellung bei der Beschaffung durch das Bildungsbüro und bei technischen Fragen durch die Stelle 40.22 des Fachbereichs Schule.

Zudem kann der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie erneut bei Bedarf Kinder und Jugendliche beim Homelearning unterstützen und Lernräume in Jugendzentren anbieten. Hierbei hat sich im letzten Frühjahr die enge Kooperation zwischen den Schulen der kommunalen Schulsozialarbeit und den Jugendzentren bewährt, um zielgerichtet auf die individuellen
Bedarfe der Kinder und Jugendlichen eingehen zu können.

Vorlage:
21-15141 vom 15.01.2021 (PDF)

   

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