VBE-Landesvorsitzende vor abschließender Haushaltsdebatte:
„BEI FRAKTIONEN VON SPD UND GRÜNEN FINDEN LEHRER KEINE UNTERSTÜTZUNG!“
- Anerkannte Überlastungsanzeigen und Benachteiligungen werden ignoriert –

„Als äußerst dürftig muss man die von den beiden Fraktionsvorsitzenden eingebrachten Haushaltsbeiträge vor der 3. Lesung des Doppelhaushaltes 2017/18 bezeichnen. Bis auf das Durchwinken der Bundesmittel zur Stärkung des Vorschulbereichs bleibt der vorweihnachtliche Bildungskorb leer. Dies ist angesichts der in vielen Landtagsdebatten bekanntgewordenen Überlastungen und Benachteiligungen insbesondere der Grundschullehrkräfte und deren Schulleitungen bei der Umsetzung der inklusiven Ganztagsschule und der Integration von knapp 40.000 Flüchtlingskindern ein Skandal“. Mit diesen Worten wendet sich die VBE-Landesvorsitzende Gitta Franke-Zöllmer vor dem letzten Landtagsplenum 2016 in der kommenden Woche an die Öffentlichkeit.

Es muss einen schon verwundern, dass das Kultusressort sich nicht einmal bei kleinen anerkannten notwendigen Entlastungen wie zum Beispiel der Anhebung des Schlüssels für Verfügungsstunden (von 0,3 auf 0,5) sowie der Aufstockung der Leitungszeit für Schulleitungen der Grundschulen bei den Fraktionen eingebracht hat,“ ergänzt die VBE-Landesvorsitzende.

„Dass man auch trotz hohem Haushaltsdefizit angemessen seiner Verantwortung gegenüber den benachteiligten Grund- und Hauptschul-Schulleitungen nachkommen kann, beweist zurzeit die ROT/GRÜNE-Landesregierung im Nachbarland NRW. Dort werden alle Schulleitungen nach intensiven Beratungen im Landtag um eine Besoldungsstufe angehoben (auf A13 bis A14). Damit wird nach Jahrzehnten der Benachteiligung endlich deren schwere Aufgaben gewürdigt; auch in der Erwartung attraktive Vorgaben für den Nachwuchsmangel in Schulleitungen zu schaffen.“

Der VBE stellt fest: Davon ist die jetzige niedersächsische ROT/GRÜNE-Landesregierung trotz günstiger Haushaltslage und nicht ausgeschöpftem Kultusetat weit entfernt. Niedersachsens Lehrkräfte haben insgesamt den Eindruck, ihre berechtigten Anliegen werden von den Regierungsfraktionen und der Landesregierung ein Jahr vor den Landtagswahlen ausgesessen.

   
© Stadtelternrat Braunschweiger Schulen