Auf dieser Seite veröffentlichen wir Pressemitteilungen anderer Organisationen zum Thema Schule.

Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens e.V.:

LANDTAGSWAHL 2017 - Was uns wichtig ist!

Wir setzen uns dafür ein, dass das Gymnasium eine vertiefte und differenzierte Bildung anbietet, die die Stärken der einzelnen Kinder zur vollen Entfaltung bringt. Um den Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte gewachsen zu sein, ist unsere Gesellschaft auf hochqualifizierten Nachwuchs angewiesen, der in der Lage ist, die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen kreativ und kritisch zu gestalten. Einer inneren Aushöhlung des gymnasialen Bildungsgangs im Sinne eines Abiturs für alle stellen wir uns entschieden entgegen. Aus diesem Anspruch leiten sich unsere folgenden Kernforderungen ab:

1.     Unterrichtsversorgung

Wir fordern eine Unterrichtsversorgung von 103%, die eine notwendige Voraussetzung für eine vollständige Erteilung des Unterrichts ist. Zusatzbedarfe an Gymnasien sind zu ermitteln und im Stundenkontingent zu berücksichtigen. Wir fordern die Entwicklung eines Konzeptes für die Gewinnung von zusätzlichen Lehrkräften bis 2020 für die dann neuen 13. Klassen im G9.
Wir fordern eine Umstellung der Erfassung der Unterrichtsversorgung, die sich an den tatsächlich erteilten Stunden orientiert und nicht an zugewiesenen Stellen und Stunden der Gymnasien.

2.     Leistungsstandards / Qualitätssicherung

Wir fordern den Pflichterhalt  zur zweiten Fremdsprache in der Einführungsphase der Oberstufe.
MINT-Fächer, Musik und Kunst sind im Stundenumfang auszubauen. Es sind mehr Fortbildungsangebote für Lehrkräfte anzubieten. Wir fordern, dass Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter entsprechend ihrer Qualifikation und Ausbildung eingesetzt werden.
 
3.     Lehrernachwuchs und Ausbildung zum Gymnasiallehrer

Die schulformspezifische Ausbildung der Lehrerberufe muss erhalten bleiben, d. h. auf eine Stufenlehrerausbildung wird verzichtet. Dazu gehören mehr Studien- und Seminarplätze für die Lehrerausbildung, die dem Bedarf entsprechen müssen. Wir fordern die Einstellung und Übernahme von Referendaren mit angemessener Vergütung, um einer Abwanderung in benachbarte Bundesländer, die attraktiver entlohnen, entgegen zu wirken.

4.     Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs

Die Attraktivität der Lehrerberufe in Niedersachsen muss nicht nur sichergestellt, sondern deutlich erhöht werden. Die Anzahl der an den Schulen ausgeschrieben Stellen muss einschließlich notwendiger Reserven dem Bedarf entsprechen. Dazu gehört die Minimierung der Anzahl der Abordnungen von Lehrerkräften an andere Schulen. Aufgefüllte Arbeitszeitkonten müssen auch realistisch abbaubar sein. Der Lehrerberuf in Niedersachsen muss finanziell attraktiver gestaltet werden. Hierzu gehört die unverzügliche Bereitstellung finanzieller Mittel, um Lehrkräften eine angemessene Vergütung im Fall zusätzlicher Übernahme von Mehrleistungen zukommen zu lassen - allen Lehrkräften in allen Schulformen. Ebenso dürfen Abordnungen von Gymnasiallehrkräften an andere Schulen nur im begründeten Ausnahmefall erfolgen.

5.     Schulbudgets / Klassenfahrten
 
Wir fordern ein vom Land Niedersachsen bereit zu stellendes Schulbudget für Klassenfahrten. Dieses muss auskömmlich sein für die Durchführung der Fahrtenkonzepte der Gymnasien und für die Lehrerfortbildung. Es scheint uns angemessen und rechtlich geboten, dass die vollen Reisekosten der Lehrkräfte nach dem Bundesreisekostengesetz zu erstatten sind. Wichtig ist dabei, den Schulen ein Stundenkontingent für die Durchführung von Klassenfahrten zur Verfügung zu stellen.

6.     Der Bestand der Gymnasien muss sicher gestellt bleiben.

Gymnasien müssen weiterhin wohnortnah erreichbar bleiben. Wir fordern eine Bestandsgarantie für die Gymnasien.

7.     Wiedereinführung der Schullaufbahnempfehlung

Wir fordern die Wiedereinführung der Schullaufbahnempfehlung, die eine unerlässliche Orientierungshilfe für die Eltern ist. Nach Wegfall der Schullaufbahnempfehlung gibt es einen Ansturm auf Gymnasien. In verschiedenen Regionen des Landes Niedersachsen folgt daraus ein Anstieg der Klassengrößen auf 32 Schülerinnen und Schüler. Diese nur durch die Landesschulbehörde im Einzelfall zu genehmigende Klassengröße muss ein Ausnahmefall bleiben und darf nicht länger zur Regel in einzelnen Jahrgängen werden.

8.     Schulsozialarbeit

Wir fordern im Sinne der Bildungs- und Chancengleichheit eine umgehende, lückenlose und flächendeckende Versorgung der Gymnasien mit qualifizierten Schulsozialarbeitern und Schulsozialerbeiterinnen. Ein Teil der bestehenden, befristeten Teilzeitstellen könnte, nach Zustimmung der Lehrkräfte, zum Zwecke der langfristigen Stabilisierung in unbefristete Planstellen umgewandelt werden. Um die Qualität der Schulsozialarbeit sicher zu stellen, müssen im Rahmen der Fachaufsicht durch die Landesschulbehörde Konzepte und Beratungsangebote für die Schulsozialarbeit bereitgestellt werden.

9.     Inklusion

Das Ziel der gymnasialen Schullaufbahn ist das Erreichen des Abiturs und damit der Befähigung zu einem Hochschulstudium. Dieser Gedanke muss auch beim Thema Inklusion Berücksichtigung finden. Wenn Kinder mit Handicaps durch entsprechende Förderung und Begleitung die Möglichkeit erhalten, dieses Ziel zu erreichen, ist das ausdrücklich zu begrüßen. Inklusion muss dem einzelnen Kind dienen.

10.  Klassengrößen

Wir fordern, dass Klassengrößen mit 30 und mehr Schülerinnen und Schülern lediglich Ausnahmen bleiben und nicht zur Regel werden.

11.  Ganztag mit Bildungsanspruch

Der Ganztagsbetrieb muss hohen Ansprüchen genügen. Wir fordern daher, dass die Ganztagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler durch qualifizierte Lehrkräfte erfolgen muss.

12.  Digitalisierung

Im Rahmen der Digitalisierung der niedersächsischen Gymnasien fordern wir im ersten Schritt die Bereitstellung der notwendigen Voraussetzungen, wie schnelle Datennetze und leistungsfähigen Serverstrukturen an jeder Schule und in jedem Klassenraum. Dazu sind moderne Unterrichtskonzepte mit digitalen Inhalten zu entwickeln.


Dr. Hartwig Jeschke, Vorsitzender
Petra Wiedenroth, Geschäftsführerin

Über 90 Prozent aller Stellen für Schulsozialarbeit in Landesverantwortung besetzt - Heiligenstadt: „Megaprojekt Schulsozialarbeit stark gestartet“

Der Ausbau der Schulsozialarbeit in Landesverantwortung kommt gut voran.

Projekt zum Klassenmusizieren auch im Schuljahr 2016/2017: Schulen können sich bis Mitte Februar als „KLASSE mit MUSIK“ bewerben

Runde drei für „KLASSE mit MUSIK": Das erfolgreiche Landesförderprogramm zum Klassenmusizieren wird im Schuljahr 2017/2018 weiter fortgesetzt.

Landesschülerrat erfreut über Erweiterung des Landesschulbeirates

Der Landesschülerrat Niedersachsen begrüßt den neuen Entwurf des Kultusministeriums zur
Erhöhung der Personenzahl und der beteiligten Verbände im Landesschulbeirat. Dieser
Entwurf sieht vor, dass neben den Vertretern der christlichen Kirche und der Humanisten,
nun auch Vertreter des jüdischen, muslimischen und alevitischen Glaubens an den
Sitzungen als Vollmitglieder teilnehmen dürfen. „Dieser Schritt war längst nötig und ist nur
konsequent“, äußert sich Timo le Plat, Vorsitzender des Landesschülerrats Niedersachsen.

12.12.2016
Rede Heiner Scholing: Gesetzentwurf (FDP) zur
Verankerung von Pflichten von Schülerinnen und
Schülern im Niedersächsischen Schulgesetz

Hannover. Die kulturpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag,

Almuth von Below-Neufeldt, kritisiert die rot-grüne Unentschlossenheit in der Barrierefreiheit in
Niedersachsen: „Mit ihrem Last Minute-Änderungsantrag zur Oppositionsforderung nach mehr
Barrierefreiheit auch in kleinen Museen ist die Regierungskoalition haarscharf an einem Skandal
vorbeigeschrammt.“

VBE-Landesvorsitzende vor abschließender Haushaltsdebatte:
„BEI FRAKTIONEN VON SPD UND GRÜNEN FINDEN LEHRER KEINE UNTERSTÜTZUNG!“
- Anerkannte Überlastungsanzeigen und Benachteiligungen werden ignoriert –

„Als äußerst dürftig muss man die von den beiden Fraktionsvorsitzenden eingebrachten Haushaltsbeiträge vor der 3. Lesung des Doppelhaushaltes 2017/18 bezeichnen. Bis auf das Durchwinken der Bundesmittel zur Stärkung des Vorschulbereichs bleibt der vorweihnachtliche Bildungskorb leer. Dies ist angesichts der in vielen Landtagsdebatten bekanntgewordenen Überlastungen und Benachteiligungen insbesondere der Grundschullehrkräfte und deren Schulleitungen bei der Umsetzung der inklusiven Ganztagsschule und der Integration von knapp 40.000 Flüchtlingskindern ein Skandal“. Mit diesen Worten wendet sich die VBE-Landesvorsitzende Gitta Franke-Zöllmer vor dem letzten Landtagsplenum 2016 in der kommenden Woche an die Öffentlichkeit.

Björn Försterling: Schulen, Eltern und Schüler brauchen Klarheit im
Umgang mit Niqab und anderen politischen und religiösen
Symbolen – FDP legt Gesetzentwurf vor


 Die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag bringt einen Änderungsentwurf für das
Niedersächsische Schulgesetz in das kommende Plenum ein. „Die aktuelle Diskussion um die Niqabtragende
Schülerin in Belm hat mehr als deutlich gemacht, dass es große Unsicherheit im Umgang mit
diesem Thema gibt – auch auf rechtlicher Ebene. Hier braucht es eine eindeutige Gesetzesgrundlage, die
bei Schulleitungen, Eltern und Lehrern für Klarheit sorgt. Genau die legen wir mit unserem
Gesetzentwurf vor“, erklärt Försterling. Die Initiative der FDP-Fraktion verbinde dabei erstmals die
Grundsätze des staatlichen Bildungsauftrags mit den Pflichten der Schüler, daran aktiv mitzuwirken. Dies
beziehe sich nicht nur auf das Tragen eines Niqabs, sondern beispielsweise auch auf eindeutig rechtsoder
linksextreme, nicht verbotene, symbolhafte Kleidung.

„Mit der Änderung des Schulfahrtenerlasses war eine Verbesserung des Ausgleichs der geleisteten Arbeit von Lehrkräften ermöglicht worden. Diese Verbesserung führt folglich dazu, dass es zu höheren Ausgaben kommt, die aus den Budgets der Schulen aufzubringen sind. Parallel zur Änderung des Schulfahrtenerlasses wurde aber keine Erhöhung der Budgets vorgenommen, so dass die Schulen höhere Ausgaben aus einem unveränderten Ansatz ihres Budgets zu leisten haben. Grundsätzlich stehen somit für weitere erforderliche Ausgaben weniger Mittel zur Verfügung, was letztlich dazu führt, dass Schulfahrten wegen fehlender finanzieller Mittel nicht stattfinden können.

Wie beurteilt das Ministerium die Folgen mit Blick auf die Budgets der Schulen? Gedenkt das Kultusministerium Abhilfe zu schaffen?“

Stellungnahme des Landeselternrates zum Entwurf eines Niedersächsischen Gesetzes über Schulen für Gesundheitsberufe und Einrichtungen für die praktische Ausbildung (NSchGesG); Az.: 16-80005/2.36; Fristablauf: 15.06.2016

Stellungnahme als pdf

   
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