Die Notbetreuung in Krippen, Kindergärten, Tagespflege und Einrichtungen der Schulkindbetreuung fortgesetzt und sukzessive ausgeweitet.
 
Im Zuge der Verordnung hat das Land Niedersachsen die bereits seit mehreren Wochen in Braunschweig auf kommunaler Ebene eingeführten Ausnahme- und Härtefallregelungen auf Landesebene weitestgehend übernommen. Nun wurden nächste Schritte vereinbart.
 
In die Notbetreuung sind Kinder aufzunehmen, bei denen mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig ist. Neben den bisher anerkannten Berufsgruppen werden bei entsprechendem Bedarf und Nachweis auch die Beschäftigten in Schulen aufgenommen.

Im Rahmen der Härtefallregelung können ab Freitag, 24. April, zudem berufstätige Alleinerziehende, die bereits 50 Prozent ihres Jahresurlaubs verbraucht haben, die Angebote der Notbetreuung nutzen. Damit erweitert die Stadt Braunschweig den Kreis der Berechtigten entsprechend den neuen Vorgaben des Landes.
 
Es ist in den nächsten Wochen genau zu beobachten, wie sich die Zahl der Neuinfizierten entwickelt, um auf dieser Grundlage die Entscheidungen für die Folgezeit zu treffen. Dabei ist zu beachten, dass diese Entscheidungen im Grundsatz durch das Land Niedersachsen getroffen werden. Die Stadt Braunschweig wird auch zukünftig die Vorgaben der Bundes- und Landesebene schnellstmöglich umsetzen.
 
Oberstes Ziel ist es weiterhin, die Infektionsketten zu durchbrechen. Auch bei der Ausweitung der Notbetreuung gilt grundsätzlich für alle Familien, dass Kinder möglichst zu Hause betreut werden. Dies trifft zum Beispiel auf Familien zu, in denen nur ein Elternteil arbeiten geht, Homeoffice geleistet werden kann oder eine andere Betreuung möglich ist. Eltern sind weiterhin aufgefordert, zunächst alle Alternativen der Kinderbetreuung abzuklären und den Bedarf nachzuweisen. Dabei ist die Bescheinigung von allen Erziehungsberechtigten eines Kindes und für alle Berufszweige erforderlich. Einzig die Betreuung durch Großeltern bzw. Angehörige der Risikogruppen ist zu vermeiden. Die Notbetreuung ist auf das zwingend Notwendigste (auch zeitlich) zu begrenzen. Ferner besteht gemäß § 56 des Infektionsschutzgesetzes die Möglichkeit, eine Entschädigung von Verdienstausfällen zu beantragen.
 
Die Stadt Braunschweig hat die Kriterien zur Notbetreuung und den Nachweis des Arbeitsgebers überarbeitet. Das Formular "Bescheinigung des Arbeitgebers zur Notbetreuung zur Vorlage in der Kindertagesstätte, Schulkindbetreuung oder Tagespflegestelle" wird als pdf-Datei unter www.braunschweig.de/corona bereitgestellt (sie liegt dieser Pressemitteilung zudem an). Bereits eingereichte Bescheinigungen behalten weiterhin ihre Gültigkeit.
 
Eltern, die von der Notbetreuung Gebrauch machen wollen, werden gebeten, sich mit ihrer Betreuungseinrichtung bzw. Tagespflegeperson vorab in Verbindung zu setzen. Fragen zur Notbetreuung in Kitas beantwortet darüber hinaus die Kita-Platzvermittlung, Tel. 0531/470-8493. Fragen zur Notbetreuung in der Kindertagespflege werden weiterhin unter 470-8451 sowie beim zentralen Familien-Service-Büro für Kindertagespflege "Das FamS" unter 0531/12055440 beantwortet. Fragen zur Notbetreuung in Schulkindbetreuungsgruppen werden unter 470-8512 beantwortet.
 

   
© Stadtelternrat Braunschweiger Schulen