Braunschweig. Die Stadt Braunschweig will künftig die Umsetzung pädagogischer Konzepte zum Energiesparen und zur Abfallvermeidung in den 75 städtischen Schulen fördern. 230.000 Euro stehen dafür im Haushalt zur Verfügung. Belohnt werden soll die nachhaltige pädagogische Arbeit der Schulen mit und an diesem Thema. Jährlich soll ein Umweltlöwe" genannter und mit 3.000 Euro dotierter Schulpreis an

diejenige Schule vergeben werden, deren Projekt am meisten überzeugt. Mit dem neuen Verfahren soll das seit den 90er Jahren praktizierte Anreizsystem zum Energieeinsparen und zur Abfallvermeidung, das sich an den Verbrauchsmengen orientierte, zugunsten einer stärkeren Konzentration auf die Förderung der nachhaltigen pädagogischen Arbeit der Schulen an diesen Themen abgelöst werden. Der Schulausschuss hat das Vorhaben einstimmig befürwortet, der Rat entscheidet abschließend am 27. Mai.

 

Dank des alten Anreizsystems achten viele Schulen bereits seit Jahren vorbildlich auf sparsamen Energieverbrauch und Mülltrennung. Mit dem neuen Verfahren wollen wir zudem aber erreichen, dass diese Themen auch den Unterrichtsalltag möglichst vieler Schülerinnen und Schüler in allen städtischen Schulen erreichen und Teil des gesamten schulischen Lebens werden", sagte Schuldezernent Ulrich Markurth. So wird ein Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Ressourcen geschaffen und eine Motivation erzeugt sich zu fragen: Was können wir konkret dafür an unserer Schule tun?" Dies stärke natürlich auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und für die Schule ist klar: Wenn wir uns auf diesem Feld engagieren, können wir mit regelmäßigen, festen Einnahmen rechnen."

Das bisherige Anreizsystem, das den Schulen Einsparungen aufgrund eines veränderten Nutzerverhaltens anhand der Verbrauchsmessungen anteilig vergütet" hat, ist nicht mehr praktikabel. Die erheblichen Investitionen der Stadt in die Sanierung der Schulgebäude sowie die energetische Ertüchtigung von Gebäuden schließen eine gerechte Ermittlung der Einsparbeträge als Folge von verändertem Nutzerverhalten praktisch aus. Ein echter Anreiz, die Verbräuche weiter zu reduzieren, bestand zudem auch nicht mehr. Außerdem sind nicht alle Schulen daran beteiligt gewesen. Künftig wollen wir alle erreichen, und der Fokus liegt auf der pädagogischen Vermittlung, die natürlich auch dazu führen soll, dass alle gemeinsam weniger Ressourcen verbrauchen und für mehr Sauberkeit an ihrer Schule sorgen." Er hoffe, so Markurth, dass auch der Rat das Projekt positiv bewerte.

Grundlage für die Durchführung soll ein Drei-Säulen-Konzept sein. In der ersten Säule, dem sogenannten Energie-Fuchs", kann eine Schule Mittel aus einem Budget von insgesamt 60.000 Euro erhalten, wenn das Thema Energiesparen im Schulprogramm verankert, Energie- und Umweltprojekte durchgeführt werden, ein Energiedienst auch unter Beteiligung der Schüler besteht und eine Verhaltensrichtlinie zum Energiesparen erstellt und angewendet wird.

Die Höhe des Betrags richtet sich nach der Zahl der teilnehmenden Schüler. Ähnliches gilt bei der zweiten Säule, dem Abfall-Fuchs". Dort muss etwa ein Abfallvermeidungs- und trennungsprojekt bestehen, ebenfalls eine Verhaltensrichtlinie. Außerdem muss Altpapier gesammelt werden. Hier richtet sich die Höhe des an die schule auszuzahlenden Betrags (ebenfalls ein Budget von 60.000 Euro) nicht nur nach der Zahl der Teilnehmer, sondern etwa auch nach der Höhe der pro Schüler anfallenden Entsorgungskosten.

Für die dritte Säule, dem Projekt-Löwen", stehen 110.000 Euro für die Belohnung von ökologischer Projektarbeit zur Verfügung. Für ein angemeldetes Projekt erhalten die Schulen 300 Euro als Startkapital, weiter prämiert wird dann eine Projektdokumentation. Als besondere Anerkennung schließlich soll eine Jury mit Vertretern von z. B. TU, Allianz für die Region, IHK, Landesschulbehörde, Regionales Umweltzentrum Dowesee, und Stadt, gelungene Projekte anhand der Projektdokumentationen auszeichnen. Hier können insgesamt 26 Schulen jährlich mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet werden. Das beste Projekt wird mit 3.000 Euro prämiert.

Quelle: Stadt Braunschweig -Pressestelle

 

   
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